Südtirol ist märchenhaft – Ein patriotisches Gedicht

 

Hinter den bleichen Bergen,
bei König Laurins Zwergen,
vor gar nicht allzu langer Zeit,
da war einmal, da liegt noch heut’

 

ein ganz märchenhaftes Land –
auch als „Südtirol“ bekannt.
Freud und Heine und wie sie alle heißen
pflegten es schon zu bereisen

 

denn im Land in den Bergen fließt nicht nur der Wein –
auch die Ideen sprudeln hier fein!
Dem, der unter Rotw-Einfluss stand,
ging das Schreiben recht leicht von der Hand.

 

Ja, liebe Zuhörer – ich muss das wissen,
auch ich bin des Dichtens recht beflissen,
kaum fehlen die Worte – schenk’ ich mir neu ein
und mit jedem Schlückchen entsteht ein Reim.

 

Auch Grimms Märchen sind südtirol-inspiriert
– schauen sie nicht so irritiert!
Ich hab` handfeste Beweise
für eine grimmsche Südtirol-Reise:

 

In fast jeder Grimm-Geschicht
jagt ein Jägersmann den Bösewicht.
Er stapft mit der Büchse durch den Wald
und macht auch vor dem Wolf nicht Halt.

 

Der Wolf war eindeutig von Südtiroler Blut –
er meinte es den 7 Geißlein nicht gut
und verspeiste sie mit Haut und Haar,
weil da kein Zaun um sie gebaut war.

 

Ein Schluck Rotwein an dieser Stelle
auf dass es mir den Geist erhelle
und ich munter weiterdichte
an der grimmschen Beweisgeschichte:

 

Auch Rotkäppchen hat den Wolf getroffen –
er hat dem Mädchen den Wein ausgesoffen,
den Kuchen hat es dann selber verspeist,
damit im Körbchen mehr Platz bleibt

 

für Steinpilz, Parasol, Pfifferling,
das Rotkäppchen kam nämlich aus dem Trentin’
mit dem Zio, der Nonna – mit Rucksack und Giubotto
und am Abend gab es dann Funghirisotto.

 

„Aber Großmutter – warum hast du so große Augen?“
Magic Mushrooms – Rotkäppchen muss besser schauen!
Man muss schon aufpassen was man isst
auch wenn Schneewittchen das gern vergisst:

 

Die Gute wurde auch vergiftet –
von einem Apfel fast vernichtet!
Das Märchen vom Giftapfel hat Millionen fasziniert,
dabei wurde alles von den Malsern inszeniert.

 

Ja, ums Schneewittchen stand es arg,
da lag sie im Wald in einem gläsernen Sarg
aber halt – erinnert das nicht an was
eine Leiche, hinter Glas?

 

Der edle Prinz mit seinem Schwert
kam daher auf einem Haflinger-Pferd,
küsste das Mädchen, nahm es – hop – auf sein Ross
und schon ritt Reinhold Messner mit dem Mädchen aufs Schloss.

 

Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer hat den längsten Zopf im Land?
„Rapunzel, Rapunzel“
doch gleich gibt’s Geschmunzel,

 

denn Rapunzels langer Zopf
gehörte einst der Eva Klotz.
So klettern die Prinzen am Haar in die Höh’ –
wer im Turm so verkehrt – ohjehojeh.

 

Man spricht schon drüber, weit und breit –
eine echt haarige Angelegenheit –
doch an dieser Stelle, wie könnt’s anders sein
brauch` ich einen Schluck vom Wein.

 

Ich trinke auf die Gebrüder Grimm!
Um ein andres Geschwisterpaar aber stand’s schlimm:
Hänsel und Gretel waren am Verzagen
– man möchte den AVS verklagen! –

 

sie haben sich verlaufen, sind im Wald geblieben,
denn so manches Schild war nicht zweisprachig geschrieben.
Und ein andermal waren sie gar entsetzt:
Wie waren die Ortsnamen nur übersetzt!

 

Doch mitten im Wald – welch Augenschmaus –
stand ein leckeres Lebkuchenhaus;
es war von der Loacker finanziert
und hat die Kinder fasziniert.

 

„Knusper knusper Knäuschen
der Rubner baut Fertigteighäuschen!“
das Kuchenhaus war der Prototyp
den es heute auf dem Bozner Christkindlmarkt gibt.

 

Apropos Weihnacht – die Touristik kümmert’s sehr:
Liebe Frau Holle – es schneit nicht mehr!
Dabei gibt es – ich möchte fast wetten
zum Schütteln Millionen von Gästebetten!

 

Ich mach’s lieber dem Aschenputtel gleich:
Das gute Tröpfchen immer ins Kröpfchen!
Und jetzt bin auch ich etwas „neben dem Schuh“
– nur noch eine Strofe! – dann geb’ ich Ruh`.

 

Hinter den bleichen Bergen,
bei König Laurins Zwergen,
vor gar nicht allzu langer Zeit,
da war einmal, da liegt noch heut’

 

ein ganz märchenhaftes Land –
auch als „Südtirol“ bekannt.
Da fließt das Geld, da fließt der Wein –
ich schenk‘ mir auch noch einmal ein!

 

Speck und Schlutzer, Spatzenfest,
Alpenmärchen at it’s best!
Keschtn, Knödel, feine Leut’
und wenn sie nicht gestorben sind
tja, dann trinke ich noch heut’!

 

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