34 werden, das ist doch nichts Besonderes.

Die 34 – die ist nun wirklich nichts Besonderes. Keine runde Zahl, keine Prim- oder Schnapszahl. Eine drei und eine vier. Schlicht, sachlich. Nichts Aufregendes jedenfalls. „Man könnte so einen Geburtstag ja auch mal genau so feiern, wie die Zahl es verlangt, also einfach mal ganz unspektakulär, ungeplant, unbesonders.“

Ich wundere mich über meine eigenen Gedanken. Ich habe Geburtstage doch immer gefeiert, habe eingeladen, geplant, organisiert, zelebriert. Ist es denn etwa soweit? Bin ich nun in einem Alter, wo man selbiges einfach nicht mehr feiert, weil es eben ALTer heißt und nicht JÜNGer?

Ich betrachte mich im Spiegel. Da ist noch nix Graues im Haar und die Fältchen kann man getrost noch der „Lach-Kategorie“ zuordnen. Dem Körper sieht man ein zweifaches Mama auf jeden Fall an, zumindest auf den zweiten Blick und – ganz ehrlich – das ist auch voll ok so. Mit 34 nimmt man die Sache mit dem Body ja auch etwas gelassener. Die Traum-Figur heißt ja nicht ohne Grund Traum-Figur und nicht Realitäts-Figur, hab‘ ich recht?

Sich selbst mal im Spiegel in die Augen schauen. Sowas macht man vermutlich auch nur an Geburtstagen. Wer bin ich heute, wo stehe ich, bin ich auf dem richtigen Weg und wo will ich eigentlich noch hin? Gehen wir es langsam an: In die Stadt erstmal. Ein unspektakuläres, ungeplantes und unbesonderes bisschen auf die 3 und die 4 anstoßen. Und 3 oder 4 Gläschen trinken, je nachdem, wie der nicht mehr ganz so trinkgeübte 34jährige Körper mitspielt.

Ich stehe da, mit Sekt in der einen Hand und dem Herzen in der anderen. Denn „Wer Träume verwirklichen will, der braucht ganz schön viel Mut.“ steht da auf der Glückwunschkarte. Allen, die gerade mit mir hier sind, geht es gleich: Das Ding mit den Träumen wird konkreter. Man hat jetzt nicht mehr „ja noch das ganze Leben vor sich“. Mit 34 ist man mittendrin … und hat trotzdem wohl erst nur geschnuppert, am großen Ganzen.

Ich nehme Glückwünsche entgegen und Geschenke, ich begegne schönen Menschen und schönen Erinnerungen, ich trinke auf das Leben und auch einfach, weil der Sekt so schön prickelt. Ähnlich wie das Glück, das sich da jetzt doch so langsam breit macht in mir.

„In diesem Jahr, sind wir von 3en zu 4 geworden!“ Sagt der Mann, als ich abends nachhause komme und wir werfen einen Blick ins Kinderzimmer, wo die 3 und die 4 leise schnarchen. „Insofern ist deine 34 etwas ganz Besonderes.“

Manchmal,

ja manchmal hat er recht.

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